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Mantrailing

Mantrailing erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Rasse oder Alter des Hundes spielen beim „Mantrailen“, zu Deutsch „Personensuche“, keine Rolle. Aber natürlich ist diese Beschäftigung für Hunde, die gerne ihre Nase einsetzen besonders gut geeignet.

 

 

 

Was ist Mantrailing?

 

Beim Mantrailen - der Begriff stammt aus dem Englischen "man" = Mensch und "trailing" = eine Spur verfolgen - wird eine Person anhand Ihres Individualgeruchs, der sich u.a. aus chemischen und biologischen Abbauprodukten, wir Hormone, Körperschweiß u. Parfum zusammensetzt, vom Hund gesucht.

 

Während der Suche differenziert der Hund all die Gerüche, die er aufnimmt, d.h. er unterscheidet, welcher Spur er folgen muss, um die gesuchte Person zu finden. Der Hund arbeitet mit Brustgeschirr und langer Leine. Wenn der Hund das "Opfer" gefunden hat, gibt es eine tolle Belohnung und man sieht den Hunden regelrecht an, wie stolz sie auf Ihre Leistung sind.


Der schwierigste Teil der Arbeit ist, den Hund richtig "lesen" zu lernen. D.h. der Hundeführer muss lernen, am Suchverhalten des Hundes zu erkennen, ob er noch zielstrebig auf der Spur arbeitet oder eventuell unsicher ist.

 

 

 

Wonach sucht der Mantrailer?

 

Menschen unterliegen einer ständigen Zellerneuerung und verlieren dabei ein Gemisch an Hautzellen,  Hormonen, Körperschweiß und vieles mehr. Das Gemisch fällt auf den Boden und wird durch weitere Bakterien zersetzt. Dies bildet die sogenannnte „individuelle Geruchsspur“. Nach diesem genetischen Fingerabdruck suchen unsere Hunde. Sie bekommen einen Gegenstand (z.B. T-Shirt, Socke, etc.) der eindeutig mit dem Geruch, der zu suchenden Person behaftet ist und können unter allen anderen Gerüchen der Umwelt die richtige Spur herausfiltern. Der Hund arbeitet im Wald und auf Wiesen, genauso wie auf Asphalt, in der Stadt oder in Gebäuden.

 

 

Was braucht man für das Training?

 

  • Brustgeschirr (der Hund soll dieses Geschirr nur beim Training tragen – also im Alltag ein deutlich anderes Geschirr oder Halsband).

 

  • Lange Leine 5 - 8m (Leder oder Biothane).

 

  • Super Belohnung (in einer verschließbaren Dose).

 

  • Wasser.

 

  • 2-3 getragen Kleidungsstücke in Plastiksacker (dient als Geruchsgegenstand).

 

  • wetterfeste, bequeme Kleidung.

 

  • feste Schuhe.

 

 

Verschiedene Formen des Trailing

 

  • Mantrailing – diese Form der Nasenarbeit ist eine ideale und artgerechte Auslastung für jeden Hund.

 

  • Theratrailing – kann bei unterschiedlichen Problemen angewandt werden. Vor allem unsichere und ängstliche Hunde können durch positive Verknüpfung Selbstbewusstsein entwickeln und eine positive Bindung zum Herrchen/Frauchen aufbauen.

 

  • Sporttrailing – als Hundesportart für ambitionierte Hundeführer mit Prüfungsmöglichkeiten in verschiedenen Stufen.

 

  • Puppytrailing – Nasenarbeit spielerisch erleben. Mit ca. 3 Monaten lernen Welpen auf Entdeckertrails ihre Nase einzusetzen und durch Neugierde und Eigenmotivation Menschen zu suchen.

 

 

Diverse Rettungsorganisationen arbeiten natürlich auch vermehrt mit Mantrailern. Jegliche Form der Nasenarbeit ist für Ihren Hund die artgerechteste Auslastung, die sie ihm bieten können.

 

Buchempfehlung:

 

Ob im Profibereich zur Suche von vermissten Personen, zur Therapieunterstützung von unsicheren, ängstlichen oder hyperaktiven Hunden, oder als Trendsportart - Mantrailing findet weltweit immer mehr Anhänger. Der Hund lernt über weite Distanzen einer Spur aus Gerüchen zu folgen und wird dabei artgerecht beschäftigt. Das Buch von Alexandra Grunow und Rovena Langkau (K9 Suchhunde) zeigt die Kunst des Trail-Legens, welche Rolle die Witterung spielt, zu welchem Suchhundetyp der eigene Hund gehört und wie man die Körpersprache seines Hundes richtig liest.

 

Auf der Website des K9-Suchhundezentrums können Sie alle Standorte in Österreich, Deutschland und Schweiz finden. Dort erhälten Sie auch weitere Informationen: